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Eine Waschstraße für den Einkaufswagen Supermarkt bietet XXL-Desinfektionsgerät für seine Kunden an – Einkaufswagen wird auf Knopfdruck desinfiziert

Aktuelle Meldung von TV7NEWS: NewsNr. 202049

Sorge vor Viren vom Vornutzer sind damit passe – Idee eines Start-Up-Unternehmens findet bei Kunden sehr großen Zuspruch: „Es wird desinfiziert, die Viren sind weg und zumindest für die Zeit, die ich hier bin, habe ich kein Ansteckungsrisiko mehr.“

Produkt wird ständig weiterentwickelt – Spritzdüsen verteilen feinen Desi-Nebel auf Handstück des Einkaufwagens – Gesamte Vorgang dauert keine fünf Sekunden

Ort: Melle LK Osnabrück Dreh: 13. Mai 2020, 20:00 Uhr

Die Maßnahmen zur Eingrenzung der Verbreitung des Coronavirus sind allgegenwärtig. Auch wenn die Zahl der Infektionen zurzeit rückläufig ist, versuchen sich viele Menschen weiterhin vor einer Ansteckung zu schützen. Besonders auffällig wird dies in Supermärkten. Denn hier achten viele nicht nur auf das korrekte Tragen einer Maske oder einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Besuchern. Vor allem ein Objekt hat sich für so manchen Kunden als wahre Keimschleuder herausgestellt: der Einkaufswagen.

Dieser geht im wahrsten Sinne durch viele Hände, ohne, dass man weiß, woher der Vornutzer stammt und ob dieser nicht krank ist. So mancher greift mittlerweile auf Reinigungstücher oder Schutzhandschuhe zurück, die jedoch oftmals das Problem nur verlagern oder nach der Nutzung achtlos auf den Parkplatz geworfen werden. Ein Supermarkt in Melle geht hier einen anderen Weg. Filialleiter Sven Eric Adam hat vor sein Geschäft eine Waschstraße für Einkaufswagen installiert: „Wir hatten viele Anfragen, wie die Kunden so sicher wie möglich in den Markt gehen können.“ Und die Maschine scheint die fast perfekte Antwort zu sein: Das Gefährt wird in die Station geschoben, eine Taste wird zwei Sekunden gedrückt und danach der Spender für die Handdesinfektion betätigt. Während der Reinigung wird ein feiner Nebel an Desinfektionsmittel über Düsen auf den Handlauf gesprüht.

Bei den Kunden kommt die Idee gut an. „Ich finde es grandios. Gibt einem selbst große Sicherheit. Das zeigt, dass sich die Verantwortlichen wirklich Gedanken machen, was uns bewegt“, meint Kevin Salig. Auch ein Senior, der gerade aus der Reha-Klinik entlassen wurde, lobt die Weitsicht des Supermarktes. „Das ist ganz praktisch. Man braucht keine Feuchttücher mehr mitzunehmen. Man hat ja alles vor Ort“, findet Kundin Viola Tempelmeier.

Insgesamt 50 Supermärkte hat Kory Celik mittlerweile mit seinem Start-Up-Unternehmen ausrüsten können. Ursprünglich gar nicht für Corona gedacht, hatten er und seine Kollegen die Entwicklung nun vorangetrieben und verbessern ihre Station auch stetig weiter. „Wir sind viel unterwegs und haben immer gedacht, dass die Griffe eklig sind. Man weiß ja nie, wer die angefasst hat. Das Seriengerät wird dann komplett kontaktlos arbeiten“, berichtet der Erfinder.

Rund zwei Liter Desinfektionsmittel verbraucht Sven Eric Adam pro Tag. „Für die Sicherheit kann man nie genug Geld ausgeben“, findet der Supermarktbetreiber. Aber: „Unsere Kunden sind begeistert, denn es ist ein weiterer Sicherheitsfaktor. Wir sind zufrieden, die Kunden sind zufrieden.“ Was möchte man in solchen Zeiten da noch mehr?