BlaulichtCoronaNiedersachsen

Kontrolle an der deutsch-niederländischen Grenze

Reportageartige Begleitung der deutschen Bundespolizei im Rahmen der Kontrolle der Corona-Verordnungen – Beamten sind positiv überrascht, dass so viele Reisende gut informiert sind und ohne Aufforderung negativen Test usw. vorzeigen – Einige sind jedoch nicht gut informiert und haben entweder keinen Test oder keine digitale Einreiseanmeldung – Geschäftsmann verfährt sich und muss in den Niederlanden wenden – Dank Nachweisen zur Übernachtung in Deutschland und zur Baustelle kein Problem
Beamte stellen Auto fest, dass zur Entstemplung ausgeschrieben ist – Ehemann in Hamburg kann kurzfristig neue Versicherung abschließen – Strafanzeige wird trotzdem erstattet – Junge Männer kommen ohne Corona-Test vom Kurzbesuch in Amsterdam

Ort: A30 Grafschaft Bentheim Dreh: 07. April 2021

Die Bundespolizei an der deutsch-niederländischen Grenze hat immer viel zu tun. Zwar gibt es keine direkten Grenzkontrollen im Moment, aber die Beamten kontrollieren trotzdem die Einhaltung der Corona-Verordnungen. Wir haben Edard Oschlet und seinen Kollegen Julian eine Schicht lang begleitet und ihre Erlebnisse bei den Kontrollen dokumentiert.

Mit einem Zivilfahrzeug sind die Beamten auf der A30 in der Grafschaft Bentheim unterwegs. Sie kontrollieren stichprobenartig Fahrzeuge, die aus den Niederlanden kommen. Meist verlassen sie sich hierbei auf ihr Bauchgefühl, gehen aber immer gründlich vor. Als erstes lotsen sie zwei Geschäftsleute auf einen Parkplatz zur Kontrolle. Ohne Aufforderung zeigen diese bereits ihre Papiere und die negativen Testbescheinigungen vor. Nach einem kurzen Gespräch und einer Kofferraumkontrolle dürfen die beiden weiterfahren. Kurz darauf lotst eine Streife einen weiteren Wagen auf den Parkplatz. Anfänglich klingt alles nach einer großen Ausrede: der Fahrer hätte sich verfahren, weil das Navigationsgerät nicht ging, da er telefonierte. Anhand Übernachtungsbelegen und Baustellenunterlagen kann der Mann den Beamten allerdings verdeutlichen, dass hier scheinbar wirklich eine Verkettung unglücklicher Umstände vorliegt. Nach einer weiteren Routinekontrolle der Papiere darf auch er weiter fahren.

Nicht so glimpflich kommt eine Autofahrerin davon, die ihre Mutter in Rotterdam besucht hat. Zwar zeigt sie sofort einen negativen Corona-Test vor, aber die digitale Einreiseanmeldung, welche ausgefüllt werden muss, wenn jemand länger als 48 Stunden im Ausland ist, war ihr gänzlich unbekannt. Glücklicherweise sind die Beamten hier kulant und sie kann die Anmeldung am Smartphone vor Ort noch nachreichen. Während Edard das Fahrzeug durchsucht macht sein Kollege bei der Kontrolle der Unterlagen eine unschöne Entdeckung: das Fahrzeug ist zur Entstemplung ausgeschreiben. Die Frau fällt sprichwörtlich aus allen Wolken, da er Wagen ihrem Mann gehört. Nach einiger Zeit kann sie per Email eine Bescheinigung vorlegen, dass das Auto jetzt wieder versichert ist und entgeht so der Entstempelung. Allerdings bekommt ihr Mann in den nächsten Tagen noch Post von der Polizei mit einer Strafanzeige bezüglich fehlendem Versicherungsschutz.

Bei zwei jungen Männern, die Edard und sein Kollege einige Zeit später von der Autobahn lotsen, fehlt fast alles. Zwar hat der Fahrer gültige Papiere bei sich, aber der Beifahrer keinerlei gültigen Ausweispapiere. Nach einer langen Recherche bestätigt sich seine Identität. Jedoch ist das Problem mit den fehlenden Corona-Tests nicht geklärt. Den beiden Männer war nicht bewusst, dass dies auch bei einem Daytrip nötig ist. Sie haben einen Freund in Amsterdam besucht und waren etwas shoppen. Diesbezüglich belehren sie die Beamten eines Besseren udn durchsuchen noch das Fahrzeug. Hierbei findet sich jedoch nichts auffälliges. Den Test müssen sie jetzt in einem Testzentrum in der Nähe unverzüglich nachholen.