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Im wahrsten Sinne des Wortes eine „beschissene“ Situation

Voller Gülleanhänger kippt von Straße auf Carport und reißt diesen ein – Jauche verteilt sich überall, auch im Haus – Feuerwehr versucht noch zu schützen, was zu schützen geht – 23-jähriger Traktor-Fahrer verletzt – Zwei Spezialunternehmen zum Abpumpen der 18 Tonnen Gülle im Einsatz
Betroffene hören lautes Poltern und rennen nach draußen – „Für die Kinder war es ein Schock“ – Tochter wollte mit Enkelkinder am Donnerstag zurück nach Bayern

Ort: K57 Horstmar Dreh: 07. April 2021, 20:00 Uhr

Im wahrsten Sinne des Wortes eine „beschissene“ Situation, erlebten Anwohner und Einsatzkräfte am Mittwochabend im nordrhein-westfälischen Horstmar. Ein Anhänger, beladen mit 18 Tonnen Gülle, kippte um, traf einen Carport und drei darunter stehende Autos. Das allein wäre eigentlich schon schlimm genug gewesen, jedoch trat die gesamte Ladung aus und verteilt sich nicht nur auf der Straße, sondern auch auf den Grundstücken und bis in das Haus hinein. Zwei Spezialunternehmen sind neben der Feuerwehr nötig gewesen, um die Sauerei zu beseitigen.

Es war kurz 20 Uhr als Rudolf Lode in seinem Haus in Horstmar hochschreckte: „Ich habe was gehört und zwar ein Rauschen, als ob ein Kamin abbrennt, durchbrennt, das war ein langes Poltern“. Seine Tochter, die zu Besuch aus Bayern da ist, und die Enkelkinder sprangen auf und liefen nach draußen. Ihnen bot sich ein Bild des Schreckens. „Haben festgestellt, dass unser Auto, Carport und drei Autos zusammengewürfelt und begraben sind. Daraufhin hat meine Tochter als Erstes die Feuerwehr angerufen oder die Polize, einen Sanitätswagen angefordert, weil sie Angst hatte, dass irgendjemand verletzt ist“, erzählt der Hausherr.

„Für die Kinder war es ein Schock“, so Lode weiter. Er selbst sah die ganze Situation gelassen: „Ich habe schon mehrere Katastrophen früher erlebt als Zuschauer, auch miterlebt, für mich war es nicht so schlimm“. Seine größte Sorge: „Für meine Tochter, die morgen mit den Kindern nach Bayern zurückfahren muss, denn sie hat keine Rückfahrmöglichkeit, da ihr Auto hinüber ist. Wir müssen jetzt sehen, wie wir morgen die Drei wieder nach Lengries bekommen, das ist unser Problem“. Ansonsten herrschte natürlich Chaos, denn die auslaufende Gülle verteilte sich nicht nur auf der Straße und dem Grundstück von Rudolf Lode und seinem Nachbarn, sondern lief auch in das Haus hinein. Zwei Spezialunternehmen und die Feuerwehr kümmerten sich um die Beseitigung.