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Landwirte bringen Kinderaugen zum Strahlen:

Weihnachtsaktion verzaubert Groß und Klein – Unzählige Weihnachts-Trecker mit bunter Beleuchtung fahren durch die Nacht, zum Spital und zur Jugenschutzstelle – Landwirte wollen in der schwierigen Zeit etwas geben – „Die Aktion ist einfach super gelungen“, so die Veranstalterin – „Unser Ziel ist es einfach, den Kindern ein Leuchten ins Auge zu bringen, funkelnde Augen, Kinderaugen“ – „Ich denke einmal, das ist eine schöne Überraschung und die sind überwältigt“, so die stellvertretende Leiterin der Jugendschutzstelle – „Unsere Kinder, wie man sieht, stehen an den Fenstern der Stationen und beobachten uns hier, erfreuen sich an diesem Lichterspektakel“, berichtet der Chefarzt – „Als ich hier rauf gefahren bin, da hatte ich richtig Gänsehaut, die Kinder an den Fenster gesehen und habe gedacht, das Fahren hat sich auf jeden Fall gelohnt“

Ort: Rheine Dreh: 05 Dezember 2020

Die Adventszeit gehört zur besinnlichen Zeit des Jahres, in der überall bunte Lichter erstrahlen und auch Nächstenliebe eine Rolle spielen sollte. Oft will in diesem Jahr nicht wirklich eine Weihnachtsstimmung aufkommen, denn die Corona-Pandemie hinterlässt überall ihre Spuren. Doch die Landwirte in Nordrhein-Westfalen möchten gerade deshalb, auch wenn es ihnen selbst momentan nicht so gut geht, etwas Gutes tun.

„Unser Ziel ist es einfach, den Kindern ein Leuchten ins Auge zu bringen, funkelnde Augen, Kinderaugen“, so beschreibt es Saskia Kamphus, welche die Aktion im Landkreis Steinfurt organisiert hat. Sie und viele andere Landwirte, nicht nur junge, sondern auch Mütter und Väter haben sich in der schweren Zeit aufgerafft und ihr Trecker mit bunten Weihnachtslichtern und anderer Weihnachtsdekoration geschmückt. So versammeln sie sich alle, um Geschenke an die zu überbringen, die es in der Zeit besonders schwer haben – Kindern im Krankenhaus und in der Jugendschutzstelle. Dafür haben sie Spenden gesammelt und extra einen Nikolaus aufgetrieben, der sie, zusammen mit der Polizei, bei ihrer Aktion begleitet.

Und so fahren unzählige, bunt leuchtende Trecker in einer Kolonne durch die Straßen – erster Halt das Mathias Spital in Rheine. Dort erwarten sie schon die Kinder an den Fenstern und der Chefarzt im Hof. Leider passen nicht alle Trecker in den Innenhof, aber die fünf, die rein passen, lassen die Kinderaugen an den Fenstern strahlen. Chefarzt Dr. Hofmann nimmt stellvertretend die Geschenke entgegen, bei denen es sich nicht nur um Schokonikoläuse handelt. Er ist gerührt von der Situation: „Unsere Kinder, wie man sieht, stehen an den Fenstern der Stationen und beobachten uns hier, erfreuen sich an diesem Lichterspektakel“. Aber auch Saskia nimmt das Feeling mit: „Als ich hier rauf gefahren bin, da hatte ich richtig Gänsehaut, die Kinder an den Fenster gesehen und habe gedacht, das Fahren hat sich auf jeden Fall gelohnt“.

Doch für sie und die anderen Landwirte ist der Tag der guten Tat noch nicht zu Ende. Weiter geht es in einer bunt blinkenden Weihnachtskolonne zur Jugendschutzstelle nach Hörstel. Dort hatte die stellvertretende Leitung Anja um einen Besuch bei ihren Schützlingen zwischen 11 und 15 Jahren gebeten. „Ich denke einmal, das ist eine schöne Überraschung und die sind überwältigt“, so Anja. Auch wenn die Kinder und Jugendlichen etwas sprachlos vor dem Spektakel auf der Straße stehen, so ist doch in dem einen oder anderen Auge ein Tränchen zu erkennen. Als die ersten Geschenke, Kakao, Schokonikoläuse, Mandarinen und noch einiges mehr vor ihnen stehen, greifen die Kinder zu. „Die Aktion ist einfach super gelungen“, so die Veranstalterin am Ende des Tages.

Besonders gerührt hat sie, dass die Kinder ihr und den anderen Landwirten auch Geschenke überreicht haben. „Da habe ich nicht damit gerechnet, weil wir eigentlich die Geschenke abgeben wollten, aber da freut man sich umso mehr, dass die Kinder einfach wissen, dass wir ihnen eine Freude bereiten wollen und sie selber sagen: „Komm, dann machen wir denen auch eine Freude“. Das war echt klasse, super“!