BlaulichtMünsterNRW

Großeinsatz durch Gasleck – Rund 350 Personen stundenlang evakuiert

Radius für Evakuierung von rund 120 Metern festgelegt – Tiefbauarbeiten für Leckfindung notwendig – Bauarbeiten in leerstehendem Gebäude ausschlaggebend – Haus ohne eigenen Gasanschluss, deswegen Hauptgasleitung ein paar Häuser weiter abgesperrt – Baggerarbeiten ziehen sich über stunden hin – Feuerwehr begleitet Bauarbeiten mit Gasmessgerät – Busse für Evakuierte bereitgestellt – Strom teilweise abgestellt – Belastende Situation für Einsatzkräfte und Anwohner

Ort: Münster Dreh: 25. November 2020

Bereits seit einiger Zeit fallen Anwohnern Bauarbeiten in einem leerstehenden Gebäude in der Gartenstraße in Münster auf. Doch nie hätte jemand damit gerechnet, dass ausgerechnet diese ausschlaggebend dafür sein könnten, dass keiner seinen Abend gemütlich zuhause auf dem Sofa verbringen kann. Aber genau dieses Schicksal ereilte die Anwohner in einem Umkreis von etwa 120 Metern weiter um die Baustelle – denn die Arbeiter hatten am späten Nachmittag ein massives Gasleck produziert.

Problem daran, das Haus, in dem die Renovierungsarbeiten stattfinden, hat keinen separaten Gasanschluss. So tritt das Gas ungehindert aus und verbreitet sich in der Umgebung. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung, denn es ist nicht nur lebensgefährlich für den Menschen, wenn er es einatmet, sondern auch höchst entzündlich. Im Grunde reicht ein kleiner Funken, beispielsweise ausgelöst durch einen Druck auf einen Lichtschalter oder ein Klingel, um das Gas zur Explosion zu bringen.

Die Experten legen deswegen einen Evakuierungsradius von 120 Metern fest, nachdem sie die Bereiche mit dem Gasmessgerät ausgemessen haben. Von den Stadtwerken kommen Busse, damit die Anwohner nicht in der Kälte stehen müssen und der Sanitätsdienst sorgt für das leibliche Wohl von Evakuierten und Einsatzkräften. Denn so schnell können die Münsteraner nicht mehr in ihre Häuser zurück. Tiefbauarbeiten sind ein paar Häuser weiter für die Leckfindung und zur Absperrung der Hauptgasleitung nötig. Vorsichtig graben die Arbeiter, immer begleitet von einem Feuerwehrkameraden mit Gasmessgerät, damit nichts passieren kann.

Bis die Anwohner wieder in ihre Häuser zurück können und wirklich alles geklärt ist, geht einige Zeit in den Raum.