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Patientinnen in Klinik vergewaltigt – Bielefelder Arzt steht unter Verdacht und sitzt seit Dienstag in Untersuchungshaft

Tatverdächtiger filmte seine Taten – Genaue Opferanzahl noch nicht bekannt – Mehr als zehn Frauen wohl bereits identifiziert – Opfer wohl vor Vergewaltigung sediert – Bereits im Frühjahr Ermittlungen gegen Mediziner, jedoch wegen Körperverletzung aufgrund ungerechtfertigter Medikamentengabe.

Ärzte sind im Volkmund auch „Götter in Weiß“. Das gerade auch diese Verbrechen begehen könnten, für viele Menschen einfach unvorstellbar. Doch in Bielefeld steht jetzt ein Arzt des Evangelischen Klinikum Bethel unter Verdacht Patientinnen vergewaltigt zu haben. Seit Dienstag sitzt der Mann, nach Antrag der Staatsanwaltschaft, in Untersuchungshaft. Das Schlimme an dem Tatvorwurf: Der Mediziner soll seine Taten gefilmt haben.

Bereits im Frühjahr geriet der Mann in Verdacht strafbare Handlungen ausgeübt zu haben, damals standen allerdings noch keine Sexualstraftaten im Raum sondern nur gefährliche Körperverletzung. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, sei es damals um den Vorwurf der ungerechtfertigten Medikamentengabe gegangen. So soll der Mediziner Frauen, die zur Untersuchung im Magnet-Resonanz-Tomographen waren Medikamente verabreicht haben, welche in keinem Zusammenhang mit der Untersuchung standen. Jedoch ließen sich die Vorwürfe gegen den Mann nicht erhärten. Doch nun soll es Anfang der Woche zu einem Durchbruch in dem Fall gekommen sein. Ermittler führten eine Hausdurchsuchung bei dem Arzt durch. Dabei fanden sie jedoch mehr belastendes Material bei dem Bielefelder, als gedacht. Denn nach einem Bericht des Westfalen-Blatts sollen die Beamten Videos sichergestellt haben, wie der Mediziner Patientinnen missbraucht.

Eine genaue Zahl der mutmaßlichen Opfer liegt bislang noch nicht vor. Sicher ist auch nicht, ob der Mediziner alle Taten, für die er unter Verdacht steht, gefilmt hat. Allerdings gelang es bisher rund zehn der mutmaßlichen, weiblichen Opfer zu identifizieren. Im Westfalen-Blatt heißt es jedoch noch weiter, dass der Arzt unbestätigten Angaben zufolge, seine Patientinnen erst sediert und vergewaltigt haben soll.